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Start-up-Interview mit Claudia Susanne Schwarz, Heilpraktikerin

Written by Claudia Susanne Schwarz on .

Als Beamtin im gehobenen Polizeiverwaltungsdienst meldete Claudia Susanne Schwarz im August 2007 eine nebenberufliche Selbständigkeit an: Reiki und Wellness-Massagen.

Im August 2010 kündigte sie und wurde mit "Dank und Anerkennung" aus dem Beamtenverhältnis entlassen.

Seitdem ist sie vollzeit-selbständig als Heilpraktikerin tätig.

Heute sind ihre Schwerpunke Reiki, Massagen und Coaching, Einzelbehandlungen und Seminare.

Tatjana Tiedge, Inhaberin und Geschäftsführerin des Gründerzirkels sprach mit Heilpraktikerin Claudia Susanne Schwarz über ihren Weg in die Selbstständigkeit:

Idee & Entschluss

Frau Schwarz, wann und wie reifte in Ihnen der Entschluss, ein eigenes Unternehmen auf die Beine zu stellen?

Claudia Susanne Schwarz: Es war ein Prozess.

Es begann mit der Entscheidung, immer mehr von den Dingen in mein Leben zu integrieren, die mir selbst und anderen Freude bereiten.

Im Jahr 2007 reduzierte ich meine Arbeitszeit auf 20 Stunden/Woche und meldete eine nebenberufliche Selbständigkeit an: Reiki und Wellness-Massagen.

Weiterhin besuchte ich Fortbildungen im Bereich Reiki, Massage und Coaching.

In ziel- und lösungsorientierten Gesprächen mit Trainern und Coaches wurde mir schnell klar, wie mein weiterer Weg verlaufen würde.

Was waren Ihre größten Ängste und Bedenken bei dem Gedanken an Ihre Unternehmensgründung?

Claudia Susanne Schwarz: Es hat ca. ein Jahr gedauert, bis ich den Entschluss gefasst hatte, den Schritt in die (Vollzeit-)Selbständigkeit zu wagen.

Als Beamtin wären sowohl meine monatlichen Einnahmen als auch meine Pension gesichert geblieben.

Im Existenzgründerseminar lernte ich weitere wichtige Tools für meine Selbständigkeit und bekam Feedback. Das hat mir geholfen, meine Situation besser einzuschätzen.

Bedenken wurden durch immer mehr Know-How auf vielen Ebenen entkräftet.

Ich begann immer mehr auf meine Stärken und Erfahrungen zu bauen und zu vertrauen.

Die Praxisausstattung war bereits - durch die nebenberufliche Selbständigkeit - vorhanden.

Finanzielle Reserven, mit denen ich 6 Monate hätte überleben können, auch ohne einen Cent zu verdienen, gaben mir ein ruhiges Gefühl.

Die Euphorie über meine Entscheidung, die nicht-selbständige Tätigkeit hinter mir zu lassen, dieses Freiheitsgefühl gaben mir einen immensen Motivationsschub.

Situationen, die Bedenken hervorrufen können, betrachte ich als Chance, als Herausforderung, etwas zu verbessern, neue Ideen zu entwickeln.

Finanzierung & Existenzgrundlage

Thema Finanzierung: Welche Quellen standen Ihnen bei der Gründung zur Verfügung?

Claudia Susanne Schwarz: Ich habe meine Selbständigkeit aus rein privaten Quellen finanziert.

Gab es Momente nach der Gründung, in denen existenzielle Unsicherheiten in Ihnen aufkamen?

Claudia Susanne Schwarz: Es gab und gibt Aufs und Abs, weil in keinem Monat die Einnahmen die gleichen sind und ich in der Vergangenheit dazu tendierte, eingenommenes Geld gleich zu reinvestieren, ohne an finanzielle Rücklagen zu denken. Das musste ich lernen.

Gleichzeitig habe ich für mich festgestellt, dass es für vorübergehende Schwierigkeiten immer neue Lösungen gibt. Z. B. arbeitete ich in den allerersten Monaten meiner Selbständigkeit zusätzlich freiberuflich in Wellness-Einrichtungen - eine bereichernde Erfahrung.

Gezielte Marketing-Aktionen und die damit verbundene Aufmerksamkeit tragen dazu bei, dass ich in meiner Praxis so viel zu tun habe, dass ich mich auf mein Unternehmen konzentrieren kann. Die freiberufliche Tätigkeit im Auftrag anderer liegen hinter mir.

Wenn Sie heute zurückblicken: Was waren die größten Fehler, die Sie vor oder während Ihrer Gründung begangen haben?

Claudia Susanne Schwarz: Fehler? Also ehrlich gesagt, mag ich dieses Wort nicht, denn gerade die Situationen, die im ersten Moment vielleicht so aussehen mögen als wären sie "falsch" gelaufen, sind genau die Situationen, die - aus meiner Sicht - zu immensen persönlichen Wachstum beitragen können. Alles, was nicht so läuft, wie ich es mir gewünscht hätte, betrachte ich als Herausforderung.

Ich stelle mir selbst sehr gerne die Frage: "Warum ist ausgerechnet das das Beste, was Dir passieren konnte?" Und ganz ehrlich, mir fällt auf diese Frage - früher oder später - immer eine Antwort ein.

Und ich darf immer wieder feststellen, dass sich Herausforderungen positiv auf meine Motivation auswirken, es einfach beim nächsten Mal noch besser zu machen, bzw. es so zu machen, dass ich erst gar nicht mehr in ähnliche Situationen komme.

Erfolge & Meilensteine

Jetzt zum Positiven! Worauf sind Sie im Rückblick besonders stolz, was waren Ihre größten Erfolge?

Claudia Susanne Schwarz: Stolz? Ja, ich bin stolz darauf, dass ich diesen Schritt gewagt habe, dass ich den Mut hatte, nach 17 Jahren die "sichere" Beamtentätigkeit hinter mir zu lassen. Ich fühle mich befreit.

Und ich bin auch stolz darauf, dass ich mich seit Beginn meiner Selbstädigkeit selbst finanziere.

Vor allem bin ich sehr dankbar für sehr, sehr viele Menschen in meinem sozialen Umfeld, die bereit sind, mich in herausfordernden Situationen zu unterstützen.

Ich bin dankbar, dass ich meine Berufung - Heilung für Körper, Geist und Seele - gefunden habe und meinen Lebenstraum verwirkliche.

Es ist einfach ganz wunderbar mit anzusehen, wie Menschen nach einer Behandlung aufblühen und gestärkt mit einem Lächeln im Gesicht nach vorne blicken.

Tipps & Ratschläge

Welche Tipps würden Sie Menschen geben, die sich gerade im Moment mit dem Gedanken beschäftigen, ein Unternehmen zu gründen?

Claudia Susanne Schwarz: Ich war am Anfang der Meinung, ich müsste alles alleine können und machen. Mittlerweile habe ich diese Ansicht relativiert. Ich finde es durchaus immer noch wichtig, sich in allen Bereichen des eigenen Unternehmens auszukennen. Und es gibt einfach Dinge, die andere Menschen besser und schneller erledigen können oder die einfach auch schlechter bezahlt sind (wenn man den eigenen Stundensatz zugrunde legt) und die die Zeit fürs Kerngeschäft reduzieren würden, zum Beispiel putzen.

Ich würde jedem empfehlen ein Existenzgründerseminar zu besuchen, weil es dort für kleines Geld einen großen Überblick über alle wichtigen Themen im Zusammenhang mit der Selbständigkeit gibt. Danach fällt es oft leichter, Entscheidungen zu treffen, weil klar ist, in welchen Bereichen das eigene Know-How schon ausreichend ist und in welchen Bereichen man vielleicht Unterstützung gebrauchen könnte. Auch gibt es hier einen Überblick über finanzielle Starthilfen.

Ich habe festgestellt, dass es sehr nützlich sein kann, regelmäßig auf Netzwerkveranstaltungen zu gehen und Kontakte zu pflegen. Wenn die Menschen einen persönlich kennen und die Chance haben, Vertrauen aufzubauen, wirkt sich das auch positiv auf die Kaufbereitschaft aus und auf die Menge an Weiterempfehlungen.

Angenommen Sie stünden jetzt kurz vor der Gründung. Würde die aktuelle Wirtschaftslage Ihre Entscheidung beeinflussen?

Claudia Susanne Schwarz: Mittlerweile ist es für mich kaum vorstellbar, nicht selbständig zu sein, auch in Zeiten, in denen die "Wirtschaftslage" vielleicht für einige eine Grund sein könnte, nicht zu gründen.

Charakter & Überzeugungen

Welche Charaktereigenschaften sind ein absolutes Muss, um sich als selbstständiger Unternehmer behaupten zu können?

Claudia Susanne Schwarz: Kompetenz, Kundenorientiertheit, Motivation, Authentizität, Verbindlichkeit, Begeisterungsfähigkeit

Ziele

Sie sind jetzt Ihr eigener Chef: Käme ein Dasein als Angestellter überhaupt noch in Frage?

Claudia Susanne Schwarz: Wenn ich es mir aussuchen kann, bleibe ich selbständig.

Was sind Ihre Ziele als Unternehmer?

Claudia Susanne Schwarz:

  • ständige persönliche Weiterentwicklung

  • Seminare am Meer geben

Frau Schwarz, wir bedanken uns für dieses Gespräch!

Tatjana Tiedge, Inhaberin und Geschäftsführerin des Gründerzirkels